Vertreibung aus der »Mitte«

Mit der »Alternative für Deutschland/Deutsche« scheint sich nun auch hierzulande eine rechte Partei in den Parlamenten zu etablieren. Die Ähnlichkeiten mit Veränderungen in den Parteisystemen anderer Länder sind unübersehbar, insbesondere hinsichtlich der sozialen Basis: überdurchschnittliche Zustimmung finden diese neuen populistischen Parteien unter Arbeitern und Arbeitslosen bzw. Personen mit nichtakademischen Berufen. Die klassische »soziale Frage«, die über Jahrzehnte von linken Parteien repräsentiert wurde, wird nun von rechts gestellt: gegen Globalisierung, Einwanderung und Pluralität. Doch es geht um mehr: die gesellschaftliche »Mitte«, die Normalität wird neu definiert, aufsteigende soziale Klassen verdrängen andere aus dem Zentrum von Politik und Gesellschaft. Statistiken wachsender sozialer Ungleichheit und »Prekarierungsdebatten« vermögen diese Umwälzungen in Arbeitswelt, sozialen Milieus und ihrer wechselseitigen Beziehungen und Verbindungen ins politische Feld kaum einzufangen. Ein Einstieg aus dem Sommerheft der Zeitschrift „Sozialismus“: Jenseits der Statistiken sozialer Ungleichheit

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