ACHTUNG – WERBUNG

Piratenzauber Cover
Kahrs, Horst (Hrsg):
Piratenzauber. Über eine Gesellschaft, die Freibeuter hervorbringt
Neue Kleine Bibliothek 188
Artikelnummer 508-8
ISBN 978-3-89438-508-8
PapyRossa Verlag
VORBESTELLEN – www.papyrossa.de
Ab dem 29. April im Buchhandel

Von (den) Piraten geht eine Faszination aus. Aber wie bei jedem Anfangszauber ist die Frage: Wie lange? Die Probleme, die sie aufgegriffen haben, bleiben jedoch aktuell, was auch immer aus ihrer Partei werden mag. Die Digitale Revolution hat Gefahren und Möglichkeiten geschaffen, die nachhaltige Folgen haben werden – vom Cyberwar bis zur transparenten Öffentlichkeit. Sie sind Thema dieses Buches. Es fragt nicht in erster Linie nach Profil und Schicksal einer Partei, sondern vor allem nach der Gesellschaft, die diese hervorgebracht hat. Es geht also um die großen Versprechen, deren Einlösung wieder einmal in Aussicht gestellt wird: Freiheit, Demokratie, Sicherheit, digitale Teilhabe. Welche Chancen bestehen dafür, dass der neue Anlauf nicht wieder in Enttäuschung endet? Welche Perspektiven eröffnen sich tatsächlich?
Inhalt
Die Autorinnen und Autoren
Potential und Projekt
Conny Hildebrandt / Horst Kahrs / Nelli Tügel
Piratenflaute. Auf dem Weg zu einer Partei unter vielen anderen?
Wolfgang Storz
Piraten und Massenmedien. Wer beherrscht das Spiel?
Georg Fülberth
Piraten im historischen Kontinuum
Horst Kahrs
Eine neue soziale Idee aus der Mitte der »digitalen Gesellschaft«?
Konstanze Kriese
Vom schwierigen Auszug aus dem Fordismus. Arbeit und Produktion im digitalen Zeitalter
Martin Beckmann
Die Piratenpartei und die Digitalisierung der Arbeit
Tobias Schulze
Freies Wissen – die praktische Entknappung einer Ressource
Michael Paetau
Freiheit und Wissensordnung
Jürgen Scheele
Das Netz, die Eigentumsfrage und digitale Commons
Michael Weber
Neue Chancen für Transparenz und Bürgerbeteiligung durch Einsatz modernerer Kommunikationsmethoden
Detlef Kannapin
Die »Fix-it-Ideologie« und ihre gesellschaftlichen Grenzen
Michael Paetau
Kybernetik und flüssige Demokratie
Die Autorinnen und Autoren
Was bleibt?

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Niedersachsen haben gewählt

… und zwar dann doch noch eine neue Landesregierung. Der aktuelle Bericht aus der Wahlnacht findet sich hier und auf der Seite der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
NDS 2013 LTW Wahlnachbericht

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Abschied und Wiederkehr

Ein Essay zur Neuorientierung der Linken in Deutschland vom Kotober 2012, erschienen in der Zeitschrift “LuXemburg” der Rosa-Luxemburg-Stiftung in der Nr. 4/2012 vom Dezember 2012:

2012-11-21 Ka Abschied und Wiederkehr

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Abschied aus der Demokratie

Zum sozialen Klassencharakter der wachsenden Wahlenthaltung und der Preisgabe staatsbürgerlicher Rechte.
Studie von Horst Kahrs.

Die Wahlbeteiligung sinkt in Deutschland seit über 30 Jahren mit wenigen Ausnahmen von Wahl zu Wahl. Oftmals gilt in den Medien eine imaginäre «Partei der Nichtwähler» als die eigentliche Siegerin des Wahlabends. «Die Nichtwähler», heißt es, seien zugleich wichtiges Mobilisierungsreservoir für neu auftretende Parteien bzw. für solche, die auf grundlegende Änderungen am politischen und gesellschaftlichen System abzielen. Oftmals wird eine sinkende Wahlbeteiligung als ein Krisenphänomen des demokratisch-repräsentativen Systems gewertet. Dieses Urteil folgt aus der normativen Vorstellung, nach der sich in einer funktionierenden Demokratie, die sich allseitiger Anerkennung und Zufriedenheit erfreut, alle Bürgerinnen und Bürger an politischen Wahlen beteiligen würden bzw. sollten. Wahlenthaltung gilt dann als ein unmittelbarer Ausdruck der politischen Unzufriedenheit und des Protests und ihr Umfang als ein linearer Gradmesser hierfür. Lange Zeit wurde in der Wahlforschung jedoch auch die These vertreten, bei der zurückgehenden Wahlbeteiligung in Deutschland handele es sich um einen «Normalisierungsprozess», bei dem sich das Partizipationsniveau dem in anderen westlichen Demokratien annähere. Anwachsendes Nichtwählen gilt in dieser Sicht als eine hinzunehmende demokratische Verschleißerscheinung. Darin sei weder ein besorgniserregendes Krisenphänomen noch ein demokratisches Repräsentationsproblem zu sehen. Erstens verteile sich die Wahlenthaltung über alle Bevölkerungsgruppen. Zweitens könne Wahlabstinenz auch Zufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen ausdrücken, so dass es – bei gleichzeitigem Rückgang der gesellschaftlichen Verankerung der Wahlnorm als einer demokratischen Pflicht – für viele keinen ausreichenden Grund gäbe, die Mühen des Wahlgangs auf sich zu nehmen. Nicht alle Wahlberechtigten seien politisch interessiert, und wenn die Nichtinteressierten oder Nichtinformierten bei Wahlen zu Hause blieben, so sei das für die Qualität demokratischer Wahlentscheidungen positiv und nicht negativ zu bewerten.
Obwohl sich unter den Nichtwählern tatsächlich Bürger aller Bildungsschichten und Berufsgruppen finden (vgl. Schäfer 2011b: 137), wurde mittlerweile allerdings mehrfach empirisch nachgewiesen, dass ein sich verstärkender Zusammenhang zwischen anwachsender Wahlenthaltung und sich vertiefender sozialer Spaltung existiert.1 Demnach schlägt sich soziale Desintegration in «demokratisch-repräsentativer Desintegration » nieder und führt somit zumindest langfristig zu einer eindeutigen «sozialen Schieflage», die Tendenzen einer Klassenspaltung aufweist.
Diese Studie setzt der Vorstellung, es gäbe eine «Partei der Nichtwähler», eine differenzierte Sicht auf das Phänomen «Wahlenthaltung» entgegen. Im Mittelpunkt stehen dabei der seit Mitte der 1980er Jahre zu verzeichnende stetige Zuwachs bei der Wahlabstinenz und die Frage nach dem sozialen Charakter des zunehmenden Abschieds aus der staatsbürgerlichen Bindung. Wahlbeteiligung wird dabei als Wahrnehmung einer staatsbürgerlichen Aufgabe begriffen. Demokratie bietet nicht nur die Freiheit und das Recht, sich an allgemeinen, freien, gleichen und direkten Wahlen zu beteiligen, sie verlangt und erwartet auch die Bereitschaft, sich zu beteiligen und zu entscheiden. Nur dann kann Demokratie den Anspruch der «Herrschaft über das Volk durch das Volk» einlösen. Die Entscheidung, sich nicht an Wahlen zu beteiligen – also nicht nur an einer Beteiligung gehindert zu sein –, kann unterschiedliche Gründe und Motive haben: Man will ein Signal an die bevorzugte Partei senden, man ist von den Parteien und vom politischen System enttäuscht oder dauerhaft politisch desinteressiert. In der Wahlforschung gilt der Grundsatz: Wer einmal aus politischer Enttäuschung Wahlen fernbleibt, ist nur schwer wieder zurückzugewinnen. Darauf haben die Parteien reagiert, indem sie sich in Wahlkämpfen, in der Programmatik und in der Politik mehr und mehr auf die wahlbereiten Schichten und ihre Interessen konzentriert haben. Dadurch wurde eine sich in den vergangenen beiden Legislaturperioden nochmals verstärkende Dynamik in Gang gesetzt. Das fehlende Bemühen um die Interessen sozialer Schichten, aus denen vor allem die wachsende Gruppe der Nichtwähler kam, gibt dem Abschied aus der staatsbürgerlichen Beteiligung weiteren Auftrieb.
Auch international hat sich gezeigt, dass Mitte-Links-Parteien auf wachsende Einkommensungleichheit nur dann mit ausgesprochen linken Programmen reagieren, wenn die Wahlbeteiligung hoch und damit sehr wahrscheinlich gleichmäßig über alle Wählergruppen verteilt ist. Nachgewiesen wurde ebenfalls, dass mit der Höhe der Wahlbeteiligung auch die Höhe der Sozialausgaben steigt und damit auch die Umverteilungsrate (ebd.: 133). Die Wahlbeteiligung verändert wahrscheinlich nicht die parteipolitische Zusammensetzung der Parlamente, weil sich die Parteien programmatisch an den Wählern orientieren, wohl aber die dort gestaltete Politik (ebd.: 137).
Diese Studie beschäftigt sich mit dem sozialen Charakter der anwachsenden Abstinenz bei politischen Wahlen in Deutschland, vor allem mit der Wahlenthaltung bei Bundestagswahlen. Sie ist bemüht, den Stand der wissenschaftlichen Forschung zusammenzutragen und entlang der Fragestellung nach einem sich herausbildenden Klassencharakter der Wahlenthaltung auszuwerten. Zurückgegriffen wird zudem auf Ergebnisse von Umfrageinstituten zu Wählerwanderungen bei Bundestagswahlen und auf Ergebnisse von Befragungen zwischen den Wahlterminen.
Der Beschränkung der Fragestellung auf Parlamentswahlen könnte mit dem Argument begegnet werden, dass sich diejenigen, die sich nicht an Wahlen beteiligen, dafür zivilgesellschaftlich engagieren, etwa in sozialen Bewegungen, und damit Formen direktdemokratischer Partizipation bevorzugen. Tatsächlich zeigen empirische Beispiele wie der Hamburger Schulentscheid 2010 und neue Studien (z. B. Klatt/Walter 2011; Bödeker 2012), dass auf diesem Feld die soziale Schieflage bei der Beteiligung noch stärker ausfällt als bei Bundestagswahlen. Offensichtlich handelt es sich um einen Vorgang, der mit Begriffen wie Parteien- und Politikverdrossenheit nicht zu fassen ist.
Eher schon fehlt es an einer Vision von der Veränderbarkeit der vorgefundenen Verhältnisse nach eigenen Vorstellungen und an dem Glauben an die eigenen Fähigkeiten.
Damit sind Fragen aufgeworfen, die in dieser Studie nicht beantwortet werden können. Inwieweit geht in einem sozial und wirtschaftlich bedrängten Alltag der Raum für politisches Interesse und Beteiligung generell zurück? Führen sozialer Abstieg und soziale Ausgrenzung nicht nur zum Verlust des Vertrauens in die eigenen Fähigkeiten, sondern auch zum Selbstausschluss, wonach «die Politik» etwas für die anderen
ist? Welche Rolle spielen die im Rahmen der Globalisierung der Arbeitsmärkte gemachten Erfahrungen der Ohnmacht gegenüber wirtschaftlich Mächtigen? Und
schließlich: Welche Rolle spielen bei der sozial asymmetrischen Demobilisierung der Wahlbevölkerung die Parteien selbst, wenn sie einerseits immer wieder «die
Sachzwänge» bemühen, die verhindern, dass sie tun, was sie eigentlich wollen, und wenn sie andererseits soziale Lebenslagen immer stärker als Ergebnis individueller
Leistung und persönlichen Verhaltens deuten und damit den Einfluss politischer Gestaltung sozialer Rahmenbedingungen für ein «gutes Leben» leugnen?
Inhalt
1 Phänomenologie der Wahlenthaltung
1.1 Vorläufige Typisierung der Wahlenthaltung
1.2 Wahlenthaltung im Zeitverlauf
1.3 Wahlenthaltung auf verschiedenen politischen Ebenen
1.4 Wahlenthaltung nach Alter und Geschlecht
1.5 Sozialräumliche und soziale Verteilung der Wahlenthaltung
1.6 Wahlenthaltung als Problem demokratischer Repräsentation und Legitimation
2 Typisierung der Wahlenthaltung
2.1 Wahlenthaltung von wahlberechtigten Personen
2.2 Dauernichtwähler und wechselbereite Wahlenthalter
3 Motive für die Wahlenthaltung
3.1 Ergebnisse der Wahlforschung
3.2 Motive von Nichtwählern laut Umfragen
4 Fazit

Zum Download auf der RLS-Seite:

http://www.rosalux.de/publication/38897/abschied-aus-der-demokratie.html

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Wählerpotentiale für DIE LINKE vor dem Hintergrund der jüngsten Wahlergebnisse, Umfragen und empirischer Studien

Eine Frage der Perspektive – Die jüngsten Wahlergebnisse bei den Landtagswahlen 2012 sowie die bundesweiten Umfragewerte zeigen: Potentielle Wählerinnen und Wähler der LINKEN haben ihre Ansichten über die Partei geändert. Zusammengefasst lautet, bei allen Unterschieden, ihre gemeinsame Botschaft: Wir sehen keine ausreichenden Gründe mehr, euch unsere Stimme zu geben. DIE LINKE hatte kein hinreichend gutes, also „wettbewerbsfähiges“politisches Angebot.
2012-07 HK HP Wählerpotentiale

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Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen

Die Wählerinnen und Wähler an Rhein und Ruhr wählen sich eine stabile rotgrüne Landtagsmehrheit. Norbert Röttgen wird gnadenlos abgestraft, die Lindner-FDP nach der Kubicki-FDP wiederbelebt, die Grünen finden irgendwie auch statt, aber nicht mehr in den Schlagzeilen; dort bleiben die Piraten nach ihrem vierten Durchmarsch in Folge.

DIE LINKE wird abgewählt, ihre abgewanderten Wähler stellen die Partei vor neue Rätsel: Ein Teil will eine neue Partei, die den real existierenden Politikbetrieb aufmischt und wählt die Piraten. Der andere Teil verzeiht den Sturz der Minderheitsregierung nicht und geht zur SPD, einige auch zu den Grünen. Zu den Nichtwählern gehen im Gegensatz zu Schleswig-Holstein hingegen nur wenige.
Der vollständige Wahlnachtbericht hier: 2012_NW_LTW_WNB
Die beiden ausgegliederten Teile zur LINKEN hier 2012-05-13 LTW NRW WNB Special LINKE  und zu den Piraten hier: 2012-05-13 LTW NRW WNB Special Piraten

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Wahlnachtsbericht zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 6. Mai 2012

Schwarzgelb abgewählt – FDP erfolgreich – LINKE raus – Piraten rein – Rotgrün perdu. Die Landtagswahlergebnisse in Schleswig-Holstein in der Analyse der Wahlnacht.
2012_SH_LTW_Wahlnachtbericht

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Die Piraten ankern im dritten Landtag

In Schleswig-Holstein hat die Piraten-Partei den Einzug in den Landtag lcker geschafft. Eine erste Wahlnachtanalyse von Benjamin Hoff und Horst Kahrs hier: 2012_SH_LTW_Wahlnachtbericht_Piraten

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Zur politökonomischen Situation und geistigen Lage im Frühjahr 2012

Die ökonomischen und politischen Verhältnissen verändern sich mit hoher Umschlaggeschwindigkeit. Wo gestern noch akutes Krisengetümmel herrschte, scheint – trügerische – Ruhe eingekehrt zu sein. Parteien, die vor einem halben Jahr hoch am Umfragenhimmel  standen, kehren in ihre normale Umlaufbahn zurück, dafür schießen neue empor. Die Verhältnisse erscheinen stabil instabil. Was heißt das für mögliche Konfliktlinien im Wahljahr 2013? Und welche Deutungen und Blickwinkel wären notwendig, um gegenüber dem herrschenden Krisenmanagement von Merkel, Schäuble, Steinbrück und Steinmeyer politisch konfliktfähig zu werden?

Ein Diskussionspapier zu ”Ausblicken auf 2013″: 2012-03-22 Ausblicke 2013

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Wahlnachtanalyse Landtagswahl Saarland 25. März 2012

Die Wahlnachtsanalyse von Benjamin Hoff und Horst Kahrs:

2012_SL_LTW_Wahlnachtbericht

Diese (und andere) Wahlnachtanalysen auch hier; http://wahlanalysen.wordpress.com/

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